Autor Wolfgang Kreutz mit farbigen Lichtflecken im Gesicht.

Über Wolfgang Kreutz

Von Wolfgang Kreutz am (Aktualisiert: )

Moin. Mein Name ist Wolfgang, meine alten Freunde nennen mich Tekl. Deshalb heißt diese Website auch so. Und zufälligerweise trägt der Name im Prinzip den Begriff Technik (tek) in sich. Somit passt Tekl gut zur thematischen Ausrichtung dieser Website. Die eigentliche Bedeutung des Spitznamens hat aber nichts mit Technik zu tun und soll hier nicht weiter interessieren.

Aktuell arbeite ich als Redakteur beim Computer-Magazin Mac & i, das sich dem Apple-Kosmos verschrieben hat. Dort schreibe ich vorwiegend Artikel zu macOS und Anwendungssoftware. Meine Schwerpunkte liegen dabei auf Praxisthemen, Tipps und Hintergründe. Zudem redigiere und betreue ich regelmäßig Texte von externen Autoren.

Mein Autorenprofil auf heise.de liefert einen Überblick über meine Artikel.

#Erste Computer-Erfahrungen mit dem C64

Eine Aldi-Version des Commodore 64 Home-Computer in der Form eines Brotkastens.
Der C64G war mir lange ein lieb gewonnener Freizeitgenosse. Quelle: Amedeo Valoroso

1987 zog ein C64 ins traute Heim ein – genauer gesagt ein C64G in Brotkastenform, den es damals bei Aldi gab. Zunächst haben meine Geschwister und ich reichlich damit gespielt. Unsere Lieblinge waren beispielsweise: Dynamite Dan, Boulder Dash, Giana Sisters, Cauldron II, Winter Games und so viele mehr.

Ich machte aber auch erste Gehversuche mit der eingebauten BASIC-Programmiersprache, was ich dann mit der Zeit viel spannender fand. Ich spielte immer weniger und programmierte bald einige Tools für das Diskettenmagazin Magic Disk 64. Damit besserte ich mein Taschengeld auf und finanzierte mir mein Schlagzeug. Auch dem Sound-Chip (SID) des Brotkastens entlockte ich zahlreiche Klänge und versuchte mich im Komponieren. Fast hundert, mehr oder weniger vollständige Songs sind in der High Voltage SID Collection archiviert. Wer mag, kann sich die Lieder direkt im Webplayer DeepSID anhören.

Screenshot meines C64-Programms FSC Noter.
Mein aufwendigstes Assembler-Programm war ein Texteditor mit Präsentationsmodus.

Bis 1993 machte ich eigentlich alles auf eigene Faust. Über eine Kleinanzeige lernte ich dann einige Leute der Szene-Gruppe Excess kennen, was für mich den recht späten Einstieg in die C64-Szene bedeutete. Ich war Mitglied in mehreren Gruppen (Hardcore, Excess und Onslaught) und hatte Anfangs auch eine eigene kleine Szene-Gruppe (Shadow). Um Spiele mit eigenen Intros zu versehen und Cheats einzubauen, lernte ich Assembler und machte zeitweise quasi alles selbst: Code, Grafik, Fonts und Musik. Meine Ergüsse sind in der CSDb (The C64 Scene Database) verewigt. Mein größtes Projekt auf dem C64 war der FSC Noter (FullScreensCrolling Notewriter). Das war eine Mischung aus Textverarbeitung mit integrierter Präsentation, butterweichem Scrollen, Farbeffekten, eigenem Font und Hintergrundmusik. Solche Tools nutzte man damals, um Multimedia-Liesmich-Dateien zu erstellen.

#Vom PC zum Mac

Zum C64 gesellte sich recht spät ein PC (vermutlich 1995), der den Home-Computer dann aber langfristig vollständig ablöste. Dabei nutzte ich Windows 3.11, 95, NT, 2000, XP und Vista – nur Windows 98 hatte ich nie angerührt.

Bereits zu Windows-Zeiten wurde ich zum Mac-Fan. In meinem früheren Beruf war ich nämlich Mediengestalter in einer Werbeagentur und dort gab es natürlich Macs. Da ich mich auf Webdesign und Webentwicklung spezialisieren wollte, musste ich jedoch mit Windows arbeiten, da damals nur dort der einst so wichtige Browser Internet Explorer verfügbar war (die Mac-Version war nicht vergleichbar). Zu der Zeit schielte ich immer wieder neidisch auf die Macs meiner Kollegen, weil da vieles reibungsloser lief, hübscher war und einfach irgendwie weniger anstrengend. So wuchs über mehrere Jahre der Wunsch, mich privat vom damals stressigen und wartungsintensiven Windows-PC zu verabschieden.

#1. Etappe: Mit AutoHotkey kam Mac-Feeling auf den PC

Windows Explorer mit einem überlagerten Auswerfen-Symbol.
Dank AutoHotkey könnte ich meine CDs wie am Mac per Tastendruck auswerfen – mitsamt visuellem Hinweis.

Ich vollzog den Umstieg zum Mac im Prinzip schrittweise: Ich begann zunächst mit der Skriptsprache AutoHotkey einige Annehmlichkeiten des Mac unter Windows nachzubauen. So etwa eine Funktion zum Auswerfen von CDs per Tastatur, damit ich nicht mehr den Auswurfknopf am Tower unter dem Schreibtisch erfühlen musste. Ich baute sogar das von OS X bekannte Auswerfen-Symbol nach, dass sich sanft über den Bildschirminhalt legt und wieder ausblendet.

Derweil wunderte ich mich, dass es in Deutschland noch keine Artikel zu AutoHotkey gab. Ich gedachte zunächst, darüber auf meiner Website zu schreiben, wie ich es bereits zum Thema Ghostscript und PDF tat. Meine damalige Freundin brachte mich dann auf die Idee, doch mal bei Computer-Magazinen anzufragen. So entstand der Kontakt zur c’t, für das ich zunächst einen Artikel über AutoHotkey schrieb. Für den zweiten Artikel hatte ich schon so viele Beispiele zusammen, dass ich sie gerne in einer einheitlichen Programmoberfläche bündeln wollte. Daraus entstand das Tool ac’tivAid (Archiv), das ich für die c’t pflegte und in mehreren Artikeln vorstellte.

#2. Etappe: Mac als Zweitgerät

Verpackung von Microsoft Virtual PC for Mac.
In Microsoft Virtual PC lieft Windows auf PowerPC-Macs leider so zäh, dass ich lieber den bestehenden PC per VNC fernsteuerte. (Quelle: Apple Wiki)

Mein erster eigener Mac war ein iMac G5, der anfangs noch häufig als Remote-Konsole für meinen Windows-PC diente. Der lief meist ohne Monitor und versteckt in meinem Zimmer. Denn ich betreute zu der Zeit ja noch das Windows-Tool ac’tivAid. Und Windows ließ sich damals nur extrem zäh auf Macs emulieren.

Der PC verschwand erst mit meinem zweiten Mac. Apple war von PowerPC-CPUs auf herkömmliche Intel-Chips gewechselt. Meine Windows-Installation hielt ich noch einige Jahre in einer virtuellen Maschine (VMware) direkt auf dem Mac künstlich am Leben. Mit dem Intel-Mac verlor ich jedoch immer mehr das Interesse an ac’tivAid und Windows im Allgemeinen. So beendete ich 2008/2009 das Projekt – zum Leidwesen vieler Fans.

#3. Etappe: Vom Mac-User zum Redakteur bei einer Mac-Zeitschrift

Erste Seite des Mac & i-Artikels „Zaubern mit iTunes“
Mein erster Artikel für Mac & i entstand noch als freier Autor.

Aus der voll entfachten Mac-Liebe und dem Kontakt zur c’t hat sich dann nach Jahren Schreibpause im Jahr 2011 mein erster Artikel für das damals junge Schwestermagazin Mac & i ergeben. Da ich schon unter Windows intensiver iTunes-Nutzer war, wurde es ein kleines iTunes-Kompendium.

2013 bekam ich dann das Angebot, als Redakteur bei der Mac & i einzusteigen. Nach einer intensiven Bedenkzeit und einem Mini-Praktikum wechselte ich schließlich den Job und machte als Volontär also noch mal eine neue Ausbildung. Mittlerweile bin ich über 10 Jahre Teil der Redaktion und schreibe App-Tests, Hintergründe, viele Tipps und betreue zudem viele tolle Autoren.

#Mein Faible für die Lexikon-App von macOS

Weit vor meiner Tätigkeit als Redakteur schrieb ich schon Texte für meine private Website. Bereits hier rächte sich mein einstiges schulisches Desinteresse samt wenig berauschenden Noten im Fach Deutsch. Mich störte beim Schreiben primär mein irgendwie begrenzt empfundener Wortschatz. So war OpenThesaurus.de eine häufige Anlaufstelle, um Synonyme zu finden, um meinen Texten ein wenig die Eintönigkeit zu nehmen. Auch da Englisch-Deutsch-Wörterbuch Leo.org gehörte zu meinen ständigen Anlaufstellen, da ich immer wieder englische Anleitungen lesen musste.

Als ich auf dem Mac die Lexikon-App mit den Offline-Wörterbüchern entdeckte, war sofort klar, dass ich ein Synonym-Wörterbuch benötige, das direkt im System integriert ist und auf Tastendruck funktioniert. Ich musste aber bis OS X 10.5 Leopard warten, mit dem Apple das Dictionary Development Kit einführte. Erst damit sah ich mich in der Lage, um selbst ein Wörterbuch-Plug-in zu basteln.

Dokumentation des Dictionary Development Kits in TextEdit.
Die dürftige Dokumentation des Dictionary Development Kits liegt bis heute lediglich als RTF-Datei vor.

Ich wälzte Apples spärliche Dokumentation und fuchste mich in Python ein, weil es mir als die beste Sprache erschien, um CSV-Dateien in das nötige XML-Format zu überführen. Glücklicherweise bot und bietet Daniel Naber von OpenThesaurus alle Daten kostenlos zum Download an. 2008 erblickte dann die erste Version das Licht der Welt. Damit hatte ich auch endlich einen Anwendungsfall für Apples iWeb, mit dem man recht schnell ansehnliche Websites erstellen konnte (2020 wechselte ich zu einem CMS).

Im selben Jahr kam dann noch das Englisch-Deutsch-Wörterbuch mit den Daten von BeoLingus hinzu. Eigentlich wollte ich Leo.org als Quelle verwenden, doch die Anbieter halten Ihre Daten unter Verschluss. Mittlerweile wird macOS mit einem eigenen Englisch-Deutsch-Wörterbuch von Oxford University Press ausgeliefert. Weil der Wortschatz aber mit rund 140.000 Einträgen immer noch deutlich geringer ist als die circa 870.000 Einträge bei BeoLingus, werde ich mein Plug-in auch weiterhin pflegen.

#Steckbrief

Name: Wolfgang Kreutz (geboren Reszel)
Jahrgang: 1977
Aktueller Beruf: Technik-Redakteur beim Apple-Magazin Mac & i
Erlernter Beruf: Mediengestalter für Digital- und Print-Medien
Erster Computer: C64 (1986/87, Aldi-Version)
Erster Mac: iMac G5 20″ (Mai 2005, Rev. B, 2 GHz PowerPC 970fx, 1,5 GByte RAM, 250 GByte Festplatte)
Aktueller privater Mac: MacBook Pro 16″ Intel (2019, 2,6 GHz 6-Core Intel Core, 16 GByte RAM, 2 TByte SSD)
Aktuelles Arbeitsgerät: MacBook Pro 16″ M1 Max (2021, 3,2 GHz M1 Max, 32-core GPU, 64 GByte RAM, 1 TByte SSD)

#Mini-Lebenslauf

Zeitraum Tätigkeit Arbeitgeber/Schule
2015 bis heute Redakteur beim Apple-Magazin Mac & i Heise Medien
2013 bis 2015 Volontariat beim Apple-Magazin Mac & i Heise Medien
2000 bis 2013 Mediengestalter, Webdesigner und Webentwickler Werbeagentur Willers
1997 bis 2000 Ausbildung zum Mediengestalter für Digital- und Printmedien FaiRserv!ce Werbetechnik
1994 bis 1996 Gestaltungstechnischer Assistent, ohne Abschluss Adolph-Kolping-Schule Münster